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Mobilität und Besucherlenkung - Lokale Aktionsgruppe Barnim zu Besuch in der Sächsischen Schweiz

Das Team des LEADER-Regionalmanagements sowie der Vorsitzende der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Barnim e.V. besuchten am 4. und 5. März den Landschaf(f)t Zukunft e.V. mit Sitz im sächsischen Pirna, welcher Träger des dortigen LEADER-Regionalmanagements ist. Ziel des Besuchs war ein persönlicher Austausch zu den Themen Mobilität und Besucherlenkung in den LEADER-Regionen „Barnim“ und „Sächsische Schweiz“. Vor dem Hintergrund einer im Jahr 2023 fertiggestellten Studie mit dem Titel „Ganzheitliches Besuchermanagement - Besucherlenkungskonzept LK Barnim“, deren Erarbeitung durch LEADER-Fördermittel des Landes Brandenburgs und der Europäischen Union gefördert wurde, haben die Beteiligten diverse Maßnahmen zur nachhaltigen Gestaltung von Mobilität sowie Lenkung von touristischen Besucherströmen diskutiert und zum Teil direkt vor Ort erprobt.

Spannungsfeld zwischen Nutzung und Schutz

„So wie im Barnim gibt es auch in der Sächsischen Schweiz die Notwendigkeit, die Erholungsnutzung in der Landschaft mit den Zielen des Natur- und Umweltschutzes in Einklang zu bringen“, erläutert Torsten Jeran, Regionalmanager des LAG Barnim e.V., den Anlass des Besuchs. „Übernutzungen durch zu viele Besuchende, wie wir sie beispielsweise am Liepnitzsee im Naturpark Barnim sehen, zerstören auf Dauer die wert- und reizvolle Natur. In der Folge sinkt nicht nur die Attraktivität der Region für Erholungssuchende, auch damit verbundene Wertschöpfungsketten im Tourismus werden gefährdet“, so Jeran weiter. Eine Maßnahme, die den negativen Auswirkungen entgegenwirken kann, ist laut dem bereits erwähnten Konzept die Verbesserung des Angebots im öffentlichen Nahverkehr dahingehend, dass auch weiter entfernte Gebiete erreicht werden können und somit eine bessere Verteilung der Erholungssuchenden und eine Reduzierung des Individualverkehrs erfolgt. Ein weiterer Ansatz ist eine intelligente digitale Besucherlenkung, welche Echtzeit-Daten nutzt, um Informationen darüber bereitzustellen, an welchen Orten noch ausreichend Parkplätze zur Verfügung stehen oder voraussichtlich bei der geplanten Ankunft von einer Überfüllung auszugehen ist.

Nachhaltige Mobilität ist komplex

„Vom Nationalparkbahnhof Bad Schandau mit der Fähre, die den Bahnhof mit dem Ortszentrum am anderen Elbufer verbindet, über den historischen Personenaufzug aus dem Jahr 1904 zu einem Aussichtspunkt hoch über der Stadt“, beschreibt Ulrike Schubert, ebenfalls Regionalmanagerin aus dem Barnim, einen Teil ihres Besuchs, „und mit dabei die Gästekarte, welche wir bei der Ankunft in der Unterkunft erhielten.“ Die Gästekarte sei eine vielversprechende Maßnahme, Gäste in der Region zur Nutzung nachhaltigerer Verkehrsmittel zu motivieren, waren sich alle Beteiligten einig. Die mit der Karte verbundene vergünstigte oder kostenlose Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel sei ein lohnender Ausgleich für die vermeintlich komplexere Planung touristischer Aktivitäten ohne das eigene Auto als Fortbewegungsmittel.

Förderung für Projekte im ländlichen Raum möglich

Auch künftig werden die befreundeten Regionalmanagements den thematischen Austausch pflegen und auf dieser Grundlage interessierte Projektträger:innen zu den Möglichkeiten der LEADER-Förderung im Bereich Tourismus und darüber hinaus beraten. Näheres zu den Förderbedingungen für Projekte im ländlichen Raum und auch das genannte Besucherlenkungskonzept findet sich auf www.leader-barnim.de.