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LAG Barnim fordert starke Förderung für den ländlichen Raum auch nach 2027 - Gemeinsame Erklärung der Brandenburger LEADER-Regionen in Brüssel vorgestellt

Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Barnim unterstützt gemeinsam mit den weiteren LEADER-Regionen Brandenburgs eine gemeinsame Erklärung zur Zukunft der europäischen Förderung ländlicher Räume nach 2027. Das Positionspapier wurde im Rahmen eines Austauschs mit europäischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern am 1. Oktober in Brüssel vorgestellt und richtet sich an die Verhandlungen zum Mehrjährigen Finanzrahmen der Europäischen Union für die Förderperiode ab 2028. An den Gesprächen in Brüssel nahm neben Vertreterinnen und Vertretern der Brandenburger LEADER-Regionen sowie Landwirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt auch der Barnimer Landtagsabgeordnete Kurt Fischer teil. Er hatte bereits bei einem Vor-Ort-Termin der LAG Barnim im Juni angekündigt, sich für den Fortbestand des LEADER-Förderprogramms und die Interessen der ländlichen Räume einzusetzen.

LEADER schafft Perspektiven vor Ort

Seit mehr als drei Jahrzehnten unterstützt LEADER die eigenverantwortliche Entwicklung ländlicher Regionen in Europa. Auch im Barnim konnten zahlreiche Projekte in den Bereichen Daseinsvorsorge, Tourismus, Kultur, Ehrenamt, regionale Wirtschaft und Klimaanpassung umgesetzt werden. „LEADER hat sich über viele Jahre als verlässliches Instrument der Regionalentwicklung bewährt. Zahlreiche Projekte im Barnim zeigen, dass die besten Ideen häufig direkt aus den Dörfern und Gemeinden kommen. Damit diese Erfolgsgeschichte fortgeschrieben werden kann, braucht es auch künftig eine auskömmliche und verlässliche Finanzierung der ländlichen Entwicklung auf europäischer Ebene“, erklärt Burkhard Horn, Vorsitzender der LAG Barnim. In der laufenden Förderperiode 2023-2027 konnte die LAG rund 11 Mio. Euro EU-Fördermittel für LEADER-Region Barnim sichern. In diesem Rahmen hat die LAG Barnim bereits 69 Projekte und 28 Regionalbudgetprojekte im ländlichen Raum positiv votiert.

Finanzielle Planungssicherheit für die Regionen

Mit Sorge blicken die Brandenburger LEADER-Regionen auf Überlegungen, die notwendigen Kofinanzierungsanteile von Ländern, Kommunen und Regionen künftig deutlich zu erhöhen. Aus Sicht der Lokalen Aktionsgruppen würde dies die Handlungsspielräume vieler ländlicher Regionen erheblich einschränken. „Eine erfolgreiche Entwicklung ländlicher Räume braucht Planungssicherheit. Wenn Länder, Landkreise und Kommunen künftig deutlich höhere Eigenanteile aufbringen müssten, wäre das für viele Regionen kaum leistbar. Das würde die Umsetzung wichtiger Vorhaben erschweren und die Entwicklungschancen des ländlichen Raums schwächen“, betont Torsten Jeran, Regionalmanager der LAG Barnim.

Regionen müssen weiterhin selbst entscheiden können

Ein zentrales Anliegen der Erklärung ist die Stärkung des bewährten Bottom-up-Ansatzes. Die Lokalen Aktionsgruppen haben sich als Plattformen etabliert, auf denen Kommunen, Vereine, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger gemeinsam über die Entwicklung ihrer Regionen beraten und entscheiden. „Die großen Zukunftsaufgaben werden maßgeblich vor Ort bewältigt. Dafür brauchen die Regionen nicht weniger, sondern mehr Handlungsspielräume. LEADER zeigt seit vielen Jahren, wie erfolgreiche Entwicklung durch regionale Verantwortung und Beteiligung gelingen kann“, so Horn.

Gemeinsames Signal aus Brandenburg

Mit ihrer gemeinsamen Erklärung setzen die Brandenburger LEADER-Regionen ein deutliches Zeichen für den Erhalt und die Stärkung der europäischen Förderung des ländlichen Raums. Sie fordern, LEADER auch in der kommenden Förderperiode als eigenständigen und finanziell ausreichend ausgestatteten Bestandteil der europäischen Struktur- und Agrarpolitik fortzuführen. Die LAG Barnim unterstützt diese Forderungen ausdrücklich. Angesichts der vielfältigen Herausforderungen in den ländlichen Räumen brauche es auch künftig starke Regionen, verlässliche Förderinstrumente und die Möglichkeit, Entwicklung vor Ort aktiv zu gestalten.

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Veröffentlichung

Mi, 07. Oktober 2026

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